Sternla WakeRace 2014 – Nachbericht

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Conni Schrader gewinnt die Sternla WakeRace Premiere am Stadtstrand in Würzburg | 10.000 Zuschauer verfolgen das Spektakel auf dem Main | Rahmenprogramm rundet einen perfekten Tag ab
Wakeboarden mitten in der Stadt? Das kennt man bis dato meist nur von Events an 2-Mast-Liften. In Würzburg wurde das Ganze vergangenes Wochenende am Boot Realität. Die besten Boots- Wakeboarder Deutschlands waren angetreten, um auf dem Main unter der Marienfestung einen Einladungs-Wettkampf auszutragen. 2500 Euro Preisgeld wurden durch das Medienunternehmen lauterbach kreativbetreuung e.K. bei der Siegerehrung des Sternla WakeRace verteilt – den größten Teil davon nahm Conni Schrader aus Hamburg mit nach Hause.
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Würzburg, 30.06.2014: die Vorzeichen am Sonntagmorgen des Sternla WakeRace schienen nicht gerade rosig, denn die Wetterdienste kündigten einen durchweg regnerischen Tag an. Aber sie sollten sich täuschen: bei wolkigem Himmel sprangen um 9:30 Uhr die ersten Fahrer ins Wasser, um die Qualifikation zu starten. Schon um diese frühe Uhrzeit hatten einige Zuschauer den Weg an den Würzburger Stadtstrand, nur fünf Minuten Fußweg von der Altstadt entfernt, gefunden.
Sie wurden Zeuge der am Vorabend auf dem Ridersdinner ausgelosten Paarungen. Als Setup auf dem Main, stand die massive Wake einer Malibu MXZ-22 von Marius Boats bereit, die vom Firmenchef Marius Stumpf höchstpersönlich gesteuert wurde. Drumherum hatten die Veranstalter von lauterbach kreativbetreuung e.K. in den vergangenen Wochen einiges auf die Beine gestellt. Und dieses Engagement ging voll auf!
Nun aber zur Action auf dem Wasser in der Qualifikation. Erst setze sich der mehrfache Deutsche Meister Conni Schrader gegen Dominik Lindemann aus Berlin durch. Ihm folgte der amtierende Deutsche Meister aus Mannheim, Tobias Dammith, der gegen Pascal Lippert angetreten war, direkt ins Halbfinale. Im dritten Heat gelang Frederic von Osten die erste Überraschung, indem er sich gegen Lokalmatador Philipp Schramm aus Aschaffenburg und Christian Müller aus Ketzin in Brandenburg durchsetzen konnte. Freddy, der amtierende Welt-, Europa- und Deutsche-Meister am Cable, war die große Unbekannte im Fahrerfeld, aber unter anderem mit Crowmobe, stylisch
gegrabten 360s und vor allem großer Variation, konnte er die Judges Patrick Hentschel, Sandro Reinhardt und Benny Sae-Chong überzeugen.
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In der anschließenden Mittagspause ging es auf dem Eventgelände unter anderem mit der Cheerleadershow, der Decathlon Bikini-Modenschau und dem Artisten Moritz Haase weiter, der acht Meter über dem Main schwebend, seine Kunststücke am Vertikaltuch zeigte. Die Pause wurde jedoch auch genutzt, um am Stadtstrand den Hunger mit dem ein oder anderen Snack zu stillen, oder im Liegestuhl ein kühles Sternla Hell oder Radler zu genießen. Zudem verloste das Moderatorenteam Clint Liddy und Harry Döpfert, der hier sein Heimspiel hatte einige Gewinnspielpreise, wie zum Beispiel Showfahrten auf dem Wettkampfboot. Nach dem einen kurzen, aber heftigen Schauer zur Bikinimodenschau – es sollte zum Glück der einzige des Tages bleiben – ging es dann mit der Wakesurfshow von keinem geringeren als Mr. Wakesurf in Deutschland, Tobias Reißmann, weiter. Er bewies dem Publikum an seiner Malibu VLX, dass es keiner Leine bedarf, um sich hinter dem Boot ziehen zu lassen. Dabei zeigte er massive Cuts, Airs und auch den ein oder anderen sauberen 360 auf seinem BIAS Board und stimmte die Zuschauer auf die weitere Action auf dem Main ein.
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Die Verlierer der Vorrunde bekamen nochmal eine Chance, den letzten verbliebenen Platz im Halbfinale auszufahren. Pascal Lippert musste sich hier nun genau wie auch Chris Müller dem Local Hero Philipp Schramm geschlagen geben. Der war in der Vorrunde noch unglücklich gestürzt, konnte nun aber einen sauberen Run fahren und fand sich so im Halbfinale wieder. Dieses stand auch schon kurz bevor, jedoch erst nachdem Pete Reißmann, Deutsche Meisterin 2008 und 2010, zeigte, dass auch die Ladies hierzulande ordentlich Wakeboarden können. Mittlerweile säumten tausende Zuschauer, nicht nur auf dem Gelände des Stadtstrandes, sondern
auch entlang der weiteren Wettkampfstrecke den Main oder machten es sich vor dem XXXLLivescreen bequem, auf dem die komplette Action ebenfalls verfolgt werden konnte.
Sie wurden Zeuge des ersten Halbfinales. Hier konnte Tobias Dammith zwar einen sauberen Run vorlegen, jedoch nicht genug, um Conni Schrader den Einzug im Finale zu verwehren. Dem zweiten Hamburger im Fahrerfeld, Frederic von Osten, stand im Halbfinale nun Philipp Schramm gegenüber. Letztlich konnte sich der Bootspezialist Philipp durchsetzen und stand somit ebenfalls im Finale. Bevor dieses anstand, sollte jedoch die Entscheidung um Platz 3 stattfinden. Zwar zeigte Frederic, der seinen ersten Boots-Wettkampf überhaupt fuhr, dass er einiges an Tricks im Repertoire hat, jedoch konnte Tobi Dammith seine Erfahrung ausspielen und mit viel Style und
Airtime die Judges auf seine Seite bekommen.
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So stand nur noch die Entscheidung um den Sieg auf dem Programm: Philipp Schramm legte mit HS FS 360 Nosegrab, Scarecrow, Backroll Nosegrab, TS FS 360 Mutegrab, Wrapped KGB und TS FS 540 Mutegrab wie die Feuerwehr los, stürzte dann aber erstmals beim HS BS 180 mit Stalefishgrab. Das brachte ihn etwas aus dem Konzept und so konnte er den Tantrum zwar noch hinstellen, den Crowmobe jedoch nicht landen und ebnete damit den Weg für Conni Schrader. Der startete den Run mit Nuclear Tantrum, TS FS 540 Off-Axis, Scarecrow Methodgrab und HS BS 360, um auf dem Rückweg noch einen Batwing, Whirlybird und die Tootsie Roll auf’s Wasser zu stellen. Erst beim Wrapped HS FS 540 Indygrab, seinem letzten Trick, kam er zu Sturz, dennoch war das genug, um sich vor Philipp zu platzieren.
„Ich bin super glücklich als Sieger des Sternla WakeRace nach Hause zu fahren. Wir hatten einen tollen Contest, perfekte Bedingungen auf dem Wasser und das an dieser Hammer-Location mitten in Würzburg. Vielen Dank an Frank Lauterbach für die Einladung. Ich hoffe es gibt eine Fortsetzung im Jahr 2015 und natürlich komme ich gerne wieder!“, so Conni bei der Siegerehrung. Aber auch Philipp war sehr zufrieden mit seiner Leistung, war es für ihn doch der erste Wettkampf nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen Herbst. „Als ich in das LCQ musste, dachte ich, es wird vielleicht nicht mein Tag. Nun im Finale gegen Conni zu verlieren, geht für mich voll in Ordnung! Glückwunsch an ihn, aber auch Danke an alle, die das hier möglich gemacht haben!“
Ergebnis im Finale:
1. Conni Schrader
2. Philipp Schramm
3. Tobias Dammith
4. Frederic von Osten
Conni konnte sich somit den dicksten Scheck mit 1000 Euro Cash sichern, Philipp nahm immerhin noch 600 Euro und Tobias 400 Euro mit nach Hause. Aber auch die anderen Jungs reisten nicht mit leeren Händen ab und so gab es bei der Siegerehrung ausschließlich glückliche Gesichter. Würzburg hat mit dem Sternla WakeRace einen Wakeboard-Event bekommen, der in seiner Art in Deutschland wohl einmalig ist. „Wir haben die letzten Wochen und Monaten hart an der Veranstaltung gearbeitet. Dass nun schon zur Premiere über 10.000 Zuschauer gekommen sind und das, obwohl das Wetter nicht gerade hochsommerlich war, macht mich überglücklich. Besonders freut mich der reibungslose Ablauf – sowohl auf dem Wasser, wie auch an Land. Vielen Dank an Sternla, den Stadtstrand, alle anderen Partner und Sponsoren, aber natürlich auch an alle Helfer und ganz besonders an mein Team, die das hier ermöglicht haben. Wir freuen uns schon jetzt auf 2015!“, war das Resümee von Veranstalter Frank Lauterbach im Anschluss an die Veranstaltung.
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Somit ist auch klar, dass es keine einmalige Angelegenheit bleiben soll und das Sternla WakeRace ab sofort einen festen Platz im Terminkalender der Wakeboard-Bootsszene bekommen wird. Wenn es im ersten Jahr schon so perfekt läuft, mag man sich nicht ausmalen, wie das noch weiter geht? Scheint so, als würde sich Würzburg einen wichtigen Standort auf der Wakeboard-Landkarte sichern.
Mehr Infos zum Event gibt es unter wakerace.com und auf facebook.com/wakerace

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